Facebook/ Hast du Lust ein Produkt zu sein? #2

Heute: Alles ist gut! Schutzbehauptungen und tatsächliche Sicherheit

Es ging mir öfter so, dass ich erklären musste warum ich nicht auf Facebook bin oder das wenn ich gesagt habe, ich hab keine Facebook, aber schreib mir doch eine E-Mail dann hörte ich öfter einen „du bist also einer von denen“. Ich weiß nicht genau wer „die“ sind (aber es scheint wohl so sein). Gerät man in eine Argumentation, kann es nützlich sein die eigenen Standpunkte reflektiert und mit guten Argumenten unterfüttert zu haben. Genau das biete ich euch hier und wer weiß vielleicht gerät ja der Eine oder die Andere ins grübeln ob ein Profil bei diesem (oder Vergleichbaren) Anbieter eine gute Idee ist.

Durch die Menge an Nutzer_innen (von denen eine nicht ungeringe Zahl technisch eher unbedarft ist) die zentralisierte Struktur und die vielen verfügbaren privaten Informationen, erhöht sich die Anfälligkeit für Sicherheitslücken und Motivation für Angriffe quasi ständig von Selbst.

In einem spannend Kommentar setzte sich schon 2012 der Chefredakteur von heise security, Jürgen Schmidt, mit den Schutzversprechen des blauen Riesen auseinander und was man davon so alles halten kann (heise security). Ein Jahr später berichtete das Portal übrigens von einer Sicherheitslücke mit der Dritte, über Facebook, auf eure Webcams zugreifen konnten (heise security). Manchmal passieren auch nur Kleinigkeiten und 6.000.000 Nutzer_innen erhalten ausversehen Zugriff auf die kompletten, privaten Adressdaten ihrer „Freunde“ (Computerbase), Kommentar des Unternehmens war, dass diese ja ohnehin schon mit einander geteilt hätten.

Auch ist Facebook ein Phising Meer (Mimikama), über die Verbreitung von Inhalten auf der Plattform wird gelegentlich auch Schadsoftware übertragen (Mimikama). Die Zentralität macht das Portal auch interessant für Botnetzbetreiber (heise security), um neue Rechner zu infizieren (kurz: bei einem Botnetz fügt der eigene Computer unerkannte und ungewollte Befehle aus, die von dem Botnetzbetreiber_in an das System gesendet werden).

Jede Minuten wird der Zugang zu ~416 Konten von Kriminellen/Leuten mit vermutlich schlechten Absichten aufgebrochen (Mimikama), allgemein scheint einem der Zugang zu fremden Nutzerkonten nicht allzu schwer zu fallen (net-security). Hinweise zu Sicherheitslücken werden i.d.R. mit 500€ (manchmal auch mehr) vergütet, manchmal wird man aber auch einfach gesperrt (heise security).

 

Du bist ein Mensch, Denke!

/krutor